Taschengeld-Rechner: Wie viel Taschengeld pro Alter?

Aktualisiert August 2026 · Geschrieben von Mark, Vater von drei Kindern und Macher von Piggo

Den einen „richtigen" Betrag gibt es nicht – aber für jedes Alter gibt es einen vernünftigen Rahmen, und der hängt vor allem davon ab, was das Taschengeld abdecken soll. Nutzen Sie den Rechner für einen konkreten Vorschlag und vergleichen Sie danach mit der bekannten Taschengeldtabelle.

Unser Vorschlag:
9–13 € im Monat
≈ 2–3 € pro Woche
Zum Vergleich: Die verbreitete deutsche Taschengeldtabelle (auf Basis der Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts) liegt in derselben Größenordnung. Betrachten Sie das als Ausgangspunkt – das Familienbudget und Ihre eigenen Abmachungen zählen mehr als jede Tabelle.

Taschengeldtabelle: Empfehlung pro Alter

Unsere Empfehlung orientiert sich an der bekannten Taschengeldtabelle und setzt voraus, dass das Kind nur Kleinigkeiten selbst bezahlt – sollen Handy oder Kleidung mit abgedeckt werden, muss der Betrag hoch (Häkchen oben setzen):

AlterPro MonatEntspricht (Woche)
4–5 Jahre2–4 €0,50–1 €
6–7 Jahre4–9 €1–2 €
8–9 Jahre9–13 €2–3 €
10–11 Jahre15–20 €3,50–4,50 €
12–13 Jahre20–25 €4,50–6 €
14–15 Jahre25–30 €6–7 €
16–17 Jahre35–60 €8–14 €

Ab etwa 10 Jahren empfiehlt sich die Umstellung von wöchentlicher auf monatliche Auszahlung – so lernt das Kind, über einen längeren Zeitraum zu planen.

Vier Regeln, die wichtiger sind als der Betrag

1. Fester Betrag an einem festen Tag

Taschengeld erzieht nur dann zum Umgang mit Geld, wenn es verlässlich kommt. Wählen Sie einen festen Wochentag oder den Monatsersten – und lassen Sie sich nicht zu Nachschlägen überreden. Unregelmäßiges Taschengeld lehrt Kinder zu verhandeln, nicht zu planen.

2. Entscheiden Sie, ob Ämter und Taschengeld zusammenhängen – und sagen Sie es laut

Es gibt zwei gute Schulen: bedingungsloses Taschengeld (das Geld ist zum Verwalten da – im Haushalt hilft man, weil man zur Familie gehört) und Bezahlung pro Aufgabe (das Geld ist zum Verdienen da). Beides funktioniert – was nicht funktioniert, ist Unklarheit. Viele Familien kombinieren: ein kleiner fester Grundbetrag plus Extra-Aufgaben gegen Lohn.

3. Von Anfang an in „Ausgeben" und „Sparen" aufteilen

Vereinbaren Sie z. B., dass 10–20 % in ein Sparziel fließen, das das Kind selbst wählt – ein Fahrrad, ein Spiel, ein Erlebnis. Ein selbst erspartes Ziel zu erreichen ist die wichtigste Geld-Lektion überhaupt.

4. Einmal im Jahr erhöhen – zum Geburtstag

So wird aus dem Dauerthema eine einzige, planbare Verhandlung pro Jahr. Der Geburtstag ist der natürliche Moment: neues Alter, neuer Betrag, vielleicht neue Verantwortung („den Handyvertrag zahlst du jetzt selbst – und bekommst 12 € mehr im Monat").

Fragen und Antworten

Ab welchem Alter sollte es Taschengeld geben?

Die meisten starten zwischen 5 und 7 Jahren – sobald das Kind zählen kann und versteht, dass Dinge Geld kosten. Klein anfangen: Das Ritual ist wichtiger als der Betrag.

Sollte Taschengeld an Aufgaben geknüpft sein?

Das ist Familiensache – beide Modelle funktionieren (siehe Regel 2). Entscheidend ist laut Forschung vor allem, dass Kinder regelmäßig eigenes Geld verwalten. Wählen Sie das Modell, das Sie konsequent durchhalten können.

Bar oder digital?

Für die Kleinsten (4–7) ist Bargeld pädagogisch stärker – man sieht es verschwinden. Ab etwa 8 Jahren lebt das Geld der Kinder faktisch digital, und dann braucht es denselben Überblick, den Bargeld bot: einen Kontostand, den das Kind selbst sehen kann, und eine Historie über Ein- und Ausgänge.

Sollen Geschwister dasselbe bekommen?

Dieselben Regeln, nicht denselben Betrag. Eine 14-Jährige bekommt mehr als ein 8-Jähriger – das akzeptieren Kinder gut, wenn die Regel für alle gilt („der Betrag folgt dem Alter"). Unfair wirken unterschiedliche Regeln, nicht unterschiedliche Beträge.

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