Aufgaben und Taschengeld: Tabelle mit Beträgen pro Aufgabe und Alter

Aktualisiert August 2026 · Geschrieben von Mark, Vater von drei Kindern und Macher von Piggo

Sollen Kinder Geld dafür bekommen, dass sie zu Hause mithelfen? Die kurze Antwort: für manche Aufgaben ja, für alle nein – und am wichtigsten ist, dass die Regeln glasklar sind. Hier ist das Modell, das bei uns mit drei Kindern funktioniert – mit konkreten Aufgaben, Beträgen und Altersvorschlägen.

Die Grundregel: zwei Arten von Aufgaben

Familien-Pflichten sind gratis. Das eigene Zimmer aufräumen, den Teller in die Spülmaschine stellen, die Jacke aufhängen – das macht man, weil man hier wohnt. Wer so etwas bezahlt, bekommt Kinder, die „Was krieg ich dafür?" fragen, bevor sie das Salz weiterreichen.

Extra-Aufgaben können verdient werden. Arbeiten über das Basispensum hinaus – die Sie sonst selbst erledigen würden – dürfen Geld bringen: die Spülmaschine für die ganze Familie ausräumen, staubsaugen, Rasen mähen, das Auto waschen. Das sind die Minijobs der Familie, und sie lehren den Zusammenhang zwischen Einsatz und Einkommen.

Die Tabelle: Aufgaben, Alter und typische Beträge

AufgabeAb AlterTypischer Betrag
Tisch decken / abräumen4–50–0,30 €
Haustiere füttern5–60–0,50 €
Spülmaschine ausräumen6–70,50 €
Blumen gießen6–70,50 €
Müll rausbringen7–80,50 €
Ein Zimmer/Stockwerk staubsaugen8–101–1,50 €
Wäsche aufhängen / zusammenlegen9–111–1,50 €
Auto waschen10–123–5 €
Rasen mähen11–133–6 €
Abendessen für die Familie kochen12–143–6 €
Babysitten der Geschwister (Abend)13–157–12 €

Die Beträge sind Erfahrungswerte aus unserer Familie – passen Sie sie an Budget und Umfang an. Das Prinzip zählt mehr als die Cents: gleiche Aufgabe, gleicher Lohn, jedes Mal.

Vier Regeln, damit es funktioniert

1. Der Preis wird VOR der Arbeit vereinbart

Sonst endet jede Aufgabe in einer Verhandlung. Machen Sie eine feste „Preisliste" – gut sichtbar für alle (oder in der App, dann ist sie immer zur Hand).

2. Freigabe vor Auszahlung

„Ich HAB gesaugt!" – wirklich? Ein kurzer Eltern-Check, bevor das Geld fließt, hält die Qualität hoch und macht die Bezahlung zur Anerkennung statt zum Automatismus. In Piggo markiert das Kind die Aufgabe als erledigt, und gebucht wird erst nach der Freigabe durch einen Erwachsenen.

3. Geschwister um offene Aufgaben konkurrieren lassen

Stellen Sie manche Aufgaben als „Wer zuerst kommt" ein: Wer sie sich schnappt, bekommt sie. Es ist verblüffend, wie schnell der Rasen gemäht ist, wenn auch der kleine Bruder die Aufgabe gesehen hat. (Ja, das ist eine eingebaute Piggo-Funktion – erfunden bei uns zu Hause.)

4. Verpasste Aufgabe = kein Geld. Mehr Drama braucht es nicht

Verzichten Sie auf Strafen und Abzüge – sie erzeugen Trotz und kreative Buchführung. Eine nicht erledigte Aufgabe wird einfach nicht bezahlt. Simpel, fair, leicht durchzuhalten.

Und das feste Taschengeld?

Beide Systeme ergänzen sich: ein fester Grundbetrag (zum Verwalten lernen – siehe unser Taschengeld-Rechner) plus Extra-Aufgaben (zum Verdienen lernen). So erlebt das Kind beides: Geld, auf das Verlass ist, und Geld, das man sich erarbeiten kann.

Alles in einem System

Papier-Pläne am Kühlschrank funktionieren – drei Wochen lang. Piggo übernimmt den Rest: wiederkehrende und offene Aufgaben mit eigenem Preis, „Erledigt"-Markierung des Kindes, Eltern-Freigabe, automatische Buchung aufs Kinderkonto und Erinnerungen vor Ablauf. Kostenlos, ohne Bankkonto und Karte.

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